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Name:2016/1260/KT  
Art:Antrag  
Datum:07.01.2016  
Betreff:Antrag der CDU/SPD-Kreistagsfraktionen
Bündnis für Ausbildung und Qualifikation
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlusstext

 

Der Kreisausschuss wird beauftragt für den Hochtaunuskreis ein regionales Bündnis für Ausbildung und Qualifikation zu initiieren. Mit Vertretern der Wirtschaft (IHK und Handwerkskammer), der Gewerkschaften, der Städte und Gemeinden, der Berufsschulen, der Bundesagentur für Arbeit, der Volkshochschulen und des Kommunalen Jobcenters wird ein Netzwerk mit folgenden Zielen aufgebaut:

-           Versorgung aller Jugendlichen mit einem Ausbildungsplatz

-           Besetzung aller freien Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern

-           Sicherung des Fachkräftebedarfs von Morgen

-           Integration junger Migranten in Arbeit und Gesellschaft

 


Begründung

 

In Hessen soll kein ausbildungswilliger Jugendlicher ohne Ausbildungsplatz bleiben. Dies ist das Ziel des Bündnisses Ausbildung Hessen, das Landesregierung, Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Kommunen in Wiesbaden unterzeichnet haben.

Die Unternehmen im Hochtaunuskreis haben große Anstrengungen unternommen, allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz bereitzustellen. Aber auch im Hochtaunuskreis gibt es Fachkräftemangel, unbesetzte Ausbildungsplätze und gleichzeitig junge Menschen, die ohne Ausbildung sind.

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der Hessischen Bündnisse für Ausbildung in den letzten Jahren soll der Kreisausschuss ein Bündnis für Ausbildung und Qualifikation initiieren, das sowohl die Versorgung junger Menschen mit Ausbildungsplätzen, als auch die Integration junger Migranten und die Sicherung des Fachkräftebedarfs der regionalen Wirtschaft zum Ziel hat.

Hier ist es wichtig, dass wir die Attraktivität der dualen Ausbildung stärken. Unsere Berufsschulen sind sehr gut ausgebaut und eine bewährte Säule der dualen Ausbildung. Mit vielen Projekten und Angeboten, wie der Jugendberufsagentur helfen wir schon heute zahlreichen Jugendlichen. Es ist das Ziel der Politik im Hochtaunuskreis, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhält und so seine Zukunft gestalten kann. 

Die Zuwanderung junger, ausbildungswilliger und ausbildungsfähiger Migranten eröffnet neue Chancen für den Fachkräftemangel z. B. Im Handwerk, in der Pflege und in Sozialberufen zu mindern. Gleichzeitig ist die Eröffnung von Perspektiven für Ausbildung und Beruf ein starkes Element gelungener Integration.

Folgende Maßnahmen sind denkbar um die Ziele des Bündnisses für Ausbildung und Qualifikation zu erreichen:

-           Hilfe und Unterstützungsleistung aus dem Bereich der Jugendhilfe, z.B. Jugendberufshilfe

-           Unterstützung der Qualifizierten Ausbildungsbegleitung in den Berufsschulen

-           Stärkung ausbildungsbegleitender Maßnahmen

-           Stärkung der Ausbildungsmessen

-           Konzepte zur Stärkung von sogenannten „Mangelberufen“, wie z.B. Installateur und Erzieher

-           Ausbau von Beratung und des Angebotes zur Nachqualifizierung und Teilzeitausbildung

-           Gezielte Förderung von Migranten, insbesondere in der Sprache Deutsch, damit diese eine Ausbildung antreten können

-           Profiling zur Ermittlung von Qualifizierungspotentialen bei Migranten

-           Begleitung von Migranten in Ausbildung und Beruf

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterschriften:

 

Gregor Sommer                                                                     Dr. Stephan Wetzel

(Fraktionsvorsitzender)                                                          (Fraktionsvorsitzender)

 

 

Irina Sperling                                                                         Rebecca Schmidt

(Parlamentarische Geschäftsführerin)                                               (Parlamentarische Geschäftsführerin)