BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:2012/0390/KA  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:13.07.2012  
Betreff:Wahl einer Patientenfürsprecherin für das St. Josef Krankenhaus in Königstein im Taunus
 

Beschluss

 

Frau Brunhild Haller wird zur Patientenfürsprecherin des St. Josef Krankenhauses in Königstein im Taunus für die Dauer der Wahlzeit des Kreistages gewählt.

 

 


Begründung

 

Am 20.06.2011 hat der Kreistag des Hochtaunuskreises Frau Gabriele Nadler zur Patientenfürsprecherin des St. Josef Krankenhauses gewählt. Frau Nadler hat ihr ehrenamtliches Engagement zum 31.05.2012 aufgegeben und ihr Amt niedergelegt. Aus diesem Grund ist eine Neuwahl erforderlich.

 

Frau Brunhild Haller wurde uns von der Geschäftsführung des St. Josef Krankenhauses-Betriebs GmbH als Nachfolgerin vorgeschlagen.

 

Sie ist ist 67 Jahre alt und hat seit 1. Juli 2012 vorab die kommissarischen Aufgaben der Patientenfürsprecherin übernommen. Sie war bis 2005 Angestellte beim Postamt. Von 1990 bis 2001 war sie in der betrieblichen Sozialberatung beschäftigt. In dieser Zeit ihrer Tätigkeit wurde sie häufig mit Krankheit und Tod konfrontiert und konnte auf diesem Feld vielfältige Erfahrungen sammeln. Seit 2005 arbeitet sie ehrenamtlich im Besuchsdienst der Pfarrei in der Taunus-Residenz und nimmt regelmäßig an Weiterbildungen in der Fachstelle der Allgemeinen Seniorenhilfe des Main-Taunus-Kreises teil.

 

Es besteht kein Grund den Vorschlag der Geschäftsführung, die selbst ein berechtigtes Interesse an einer kompetenten und zuverlässigen Patientenfürsprecherin hat, abzulehnen. Insofern wird empfohlen, Frau Brunhild Haller als Patientenfürsprecherin zu wählen.

 

Die Patientenfürsprecherin des St. Josef Krankenhauses erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 100,00 Euro.

 

 

Allgemeine Erläuterungen

 

Gemäß § 7 des Gesetzes zur Neuordnung des Krankenhauswesens in Hessen (Hessisches Krankenhausgesetz 1989/HKHG) hat der Kreistag des Hochtaunuskreises für die Dauer seiner Wahlperiode Patientenfürsprecher/innen sowie deren Stellvertreter/innen in Krankenhäusern, die der allgemeinen stationären Versorgung dienen, zu wählen.

Gemäß § 7 Abs. 3 HKHG prüft der/die Patientenfürsprecher/in Anregungen und Beschwerden der Patienten und vertritt deren Anliegen. Er/Sie kann sich mit Einverständnis des betroffenen Patienten jederzeit unmittelbar an die zuständige Stelle wenden. Der/Die Patientenfürsprecher/in hat alle Sachverhalte, die ihm/ihr in dieser Eigenschaft bekannt werden, vertraulich zu behandeln. Er/Sie legt dem Kreistag jährlich einen Bericht vor. Der Bericht darf keine Angaben enthalten, die den Persönlichkeitsschutz von Patienten, Beschäftigten oder Besuchern des Krankenhauses verletzen. Der Bericht ist zugleich dem betroffenen Krankenhausträger und dem für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerium zuzuleiten.

Das Krankenhaus ist gemäß § 7 Abs. 3 HKHG zur Zusammenarbeit mit dem/der Patientenfürsprecher/in verpflichtet. Es geht seinem/ihrem Vorbringen nach, erteilt ihm/ihr die notwendigen Auskünfte und gewährt ihm/ihr Zutritt.

Das Ehrenamt ist sehr verantwortungsvoll. Es erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Kenntnisse über rechtliche und krankheitsbedingte Problemsituationen sowie ein soziales Engagement. Die dem/der Patientenfürsprecher/in übertragenen Aufgaben setzen eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm/ihr und dem Krankenhaus voraus. Im Rahmen der Unterstützung des/der Patientenfürsprechers/in wird insbesondere die zeitweise Überlassung eines geeigneten Aufenthalts- und Sprechzimmers notwendig sein. Der/Die Patientenfürsprecher/in bietet innerhalb des Krankenhauses regelmäßig Sprechstunden an. Insbesondere die geschlossenen Stationen besucht der/die Patientenfürsprecher/in regelmäßig. An einer zentralen und zugänglichen Stelle innerhalb des Krankenhausgeländes hängt ein besonders gekennzeichneter Briefkasten, über den Patienten und Angehörige mit dem/der Patientenfürsprecher/in Kontakt aufnehmen können. Der/Die Patientenfürsprecher/in wird nicht von Amts wegen, sondern nur auf Wunsch eines Patienten tätig. Man wird ihm/ihr ein allgemeines wie auch spezielles lnformationsrecht gegenüber dem Krankenhausträger und dessen Bediensteten zubilligen müssen. Er/Sie kann sich auch außerhalb des Krankenhauses um Klärung bemühen. Erst wenn die Prüfung für ihn/sie ergibt, dass Anregungen oder Beschwerden der Patienten berechtigt sind oder berechtigt sein könnten, wird er/sie die Angelegenheit offiziell an den Krankenhausträger herantragen. Dazu muss er/sie das Einvernehmen des betroffenen Patienten haben.